Fugenloser Bodenbelag, Spachtelboden, Böden ohne Fugen – Erfahrungen

…und warum ein fugenloser Spachtelboden nicht immer das verspricht, was sich viele erhoffen.

 

 

Fugenlose Bodenbeläge /Spachtelböden erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, aber die wenigsten kennen sich mit den Eigenschaften des Produktes aus und akzeptieren diese dann später auch im Alltag.

Neidlos müssen wir anerkennen, dass ein Spachtelboden bzw. fugenloser Designboden frisch verarbeitet modern und zeitlos wirkt. Aber wie verhält sich der Boden im Alltag?

Da leider sehr viele Handwerker (Maler, Fliesenleger, Bodenleger etc.) auf diesen Trend aufspringen und das „schnelle Geld“ sehen, werden die potenziellen Kunden über die Eigenschaften und Risiken des Produktes nicht ausreichend aufgeklärt bzw. diese werden regelrecht verschwiegen. Das Endergebnis sind immer öfter enttäuschte Bauherren, die noch einmal Geld für pflegeleichte Feinsteinzeugfliesen in die Hand nehmen müssen.

 

Spachtelboden Handwerker

Wer bietet mir diese Dienstleistung eigentlich an?

Viele Hersteller von fugenlosen Bodenbelägen/Spachtelböden schulen ihre Handwerker über 2 Stunden! und geben dann ein selbst erstelltes „Spachtelbodenzertifikat“ aus, womit Sie dann das erlernte „Fachwissen“ in der Realität umsetzen dürfen. Hinzu kommt, dass immer mehr Youtube Tutorials zeigen, wie einfach man selber einen Spachtelboden auftragen kann.

 

Glauben Sie uns: unwiderrufliche Schäden sind vorprogrammiert.

 

 

Risse im fugenlosen Bodenbelag/Spachtelboden

Selbst der Bundesverband Estrich Belag (BEB) weißt auf die optische Beeinträchtigung des Spachtelbodens hin (Merkblatt Nr 8.8 „Designfußböden“ – Stand September 2014: „Risse und Poren in mineralischen Baustoffen sind trotz Einhaltung aller technischen Regeln und größtmöglicher Sorgfalt bei der Ausführung nicht auszuschließen.“)

 

 

Warum sind Risse vorprogrammiert?

Ich kenne persönlich keinen einzigen intakten fugenlosen Spachtelboden, der keine Risse aufweist. Bei jedem Spachtelboden sind Risse vorprogrammiert – auch wenn es nur Mikrorisse zum Anfang sind. In Bauwerken dienen Fugen in der Regel dazu, Spannungen auszugleichen und Rissen vorzubeugen. Diese gibt es bei Spachtelböden nicht. (Quelle klick)

 

Der Grund sind Spannungen im Untergrund!

 

Wenn also keine Fuge vorhanden ist, worüber soll die Spannung dann abgebaut werden?

Deshalb weisen selbst Hersteller der Produkte im Kleingedruckten darauf hin, dass  „sich im Laufe der Zeit kleine Kratzer oder Macken“ bilden.  „Haarrisse in der Fläche gehören ebenfalls zum Erscheinungsbild“. (Quelle klick)

 

Chemische Beständigkeit und optische Beeinträchtigung 

Woraus besteht ein fugenloser Spachtelboden?

Laut vielen offiziellen Herstellern bestehen viele Spachtelböden größtenteils aus der Werkstoffbasis Zement mit mineralischen Füllstoffen (zum Beispiel: Brillux Floortec 2K-Mineralico SL 470).

Zement kann aufgrund seiner chemischen Zusammensetzung nicht säurebeständig sein. Inhaltsstoffe aus organischen Substanzen (z. B. Tee, Kaffee, Rotwein, Pflanzenteile, Blätter etc.) und Chemikalien wie Desinfektionsmittel und Säuren/Laugen werden zu Farbtonveränderungen in dem Spachtelboden und in der Beschichtung führen. Nur zu Info: herkömmliche Shampoos, welche bei Ihnen im Badezimmer stehen, sind nicht PH-neutral und können dadurch zu unwiderruflichen Flecken in Ihrem Spachtelboden führen (Quelle: PH Wert Shampoo).

Weitere Spachtelbodenkiller

  • Harnstoff (Urin)
  • Handelsübliche Reinigungsmittel, die nicht PH-neutral sind
  • Obstsäuren
  • Pflanzliche und tierische Fette
  • Parfüm
  • Streusalz
  • und viel mehr

 

Das Geheimnis um die Inhaltstoffe

Immer öfter bieten Unternehmen aber auch einen selbstgemixten Spachtelboden an, um die Verarbeitung zu optimieren, günstiger herzustellen usw. Interessanterweise werden die hinzugefügten Inhalte selten herausgegeben. Warum ist das so? Werden vielleicht gesundheitsgefährdende Stoffe beigemischt -Weichmacher, Styrol,…?

 

 

Sollten Sie sich dennoch für einen Spachtelboden entscheiden, fragen Sie bei Ihrem Handwerker nach den Inhaltsstoffen. Warum liegt auf der Hand. Oder würden Sie sich für einen Bodenbelag entscheiden, in dem gesundheitsschädliche Stoffe verarbeitet sind?

 

Final festzuhalten ist:

  • es gibt keine Erfahrungen aus Langzeitstudien.
  • es gibt keine DIN Norm. Das heißt, dass Sie keine Rechtgrundlage haben, wie dieses Produkt aussehen soll bzw. muss.
  • es gibt wenige ausgebildete Handwerker, die auch über Risiken aufklären.
  • es gibt vermehrte Rissbildung.
  • es gibt eine deutlich höhere Fleckempfindlichkeit, als bei Fliesen & Feinsteinzeug (klick).
  • es gibt einen wesentlich erhöhten Pflegeaufwand.
  • es gibt immer mehr unzufriedene Bauherren, die Ihren komplizierten Spachtelboden durch Fliesen ersetzen.